Medikamenten-Info
- Mögliche Medikamente bei Querschnittlähmung -
- Tetrazepam -
Präpareten - Name: Tetrazepam 50 mg
Wirkstoff - Name: Tetrazepam
Anwendungsgebiete:
Schmerzreflektorische Muskelverspannungen, insbesondere als Folge von Erkrankungen der Wirbelsäule und der achsennahen Gelenke. Spastiken und Spastische Syndrome mit pathologisch gesteigertem Muskeltonus unterschiedlicher Ursache.
Hinweise:
Kinder und Jugendliche sollten nur bei zwingender Indikation ( schweren spastischen Syndromen ) mit Tetrazepam behandelt werden.
Dosierung:
Die Dosierung erfolgt einschleichend, um die günstigste Dosis individuell ermitteln zu können. Die Tagesdosis sollte über den Tag verteilt eingenommen werden, die Hauptdosis kann je nach tageszeitlicher Abhängigkeit der Beschwerden morgens, mittags oder abends verabreicht werden.
1. Erwachsene:
Die Anfangsdosis beträgt 50 mg / Tag. wenn bei dieser Dosierung die gewünschten Wirkungen nicht erzielt werden können, kann die Dosis auf ärztliche Weisung täglich um 25 mg Tetrazepam bis zur gewünschten Therapiewirkung gesteigert werden. Die mittleren Tagesdosierungen liegen zwischen 50 - 200 mg Tetrazepam. In Einzelfällen können bei schweren spastischen Syndromen bis 400 mg Tetrazepam pro Tag verabreicht werden.
2. Kinder und Jugendliche bei schweren spastischen Syndromen:
Als Tagesdosis für Kinder nach dem vollendeten 1. Lebensjahr werden im allgemeinen 4 mg Tetrazepam / kg Körpergewicht in 3 Einzeldosen über den Tag verteilt angewendet.
3. Besondere Dosierungshinweise:
Bei älteren oder geschwächten Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- und Atemschwäche ( chronisch obstruktiver Ateminsuffizienz ) sowie eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist bei der Dosierung ebenfalls Vorsicht geboten.
Art und Dauer der Anwendung:
Die Filmtabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein. Dauerbehandlungen sollten nur bei spastischen Syndromen durchgeführt werden, wobei durch engmaschige ärztliche Kontrollen das Nutzen - Risiko - Verhältnis abgewogen werden muss. Bei längerer Anwendungsdauer ( länger als 1 Woche ) sollte beim Absetzen von Tetrazepam die Dosis schrittweise reduziert werden. Hierbei ist das vorübergehende Auftreten möglicher Absetzphänomene ( Entzugssymptome ) zu berücksichtigen. Spastische Syndrome mit pathologisch gesteigertem Muskeltonus unterschiedlicher Ursache.
Hinweise:
Bei mehrwöchiger täglicher Anwendung von Tetrazepam besteht die Gefahr einer psychischen und physischen Abhängigkeitsentwicklung. Eine fortgesetzte Anwendung sollte nur bei zwingender Indikation nach sorgfältiger Abwägung des therapeutischen Nutzens gegen das Risiko von Gewöhnung und Abhängigkeit erfolgen. Nach längerer täglicher Anwendung von Tetrazepam können durch plötzliches Absetzen der Therapie Schlafstörungen und vermehrtes Träumen auftreten. Die Symptomatik kann sich in Zittern und Schwitzen äußern und sich bis zu bedrohlichen körperlichen und seelischen Reaktionen wie Krampfanfällen oder symptomatischen Psychosen steigern. Deshalb sollte die Dosis beim Absetzen schrittweise reduziert werden.
Benzodiazepine können, vor allem bei höherer Dosierung, zeitlich begrenzt Gedächtnislücken ( anterograde Amnesien ) verursachen. Das bedeutet, dass ( meist nach einigen Stunden ) nach Medikamenteneinnahme unter Umständen Handlungen ausgeführt werden, an die sich der Patient später nicht erinnern kann. Während der Anwendung von Benzodiazepinen kann eine vorbestehende Depression unter Umständen demaskiert werden. In Einzelfällen können bei schweren spastischen Syndromen bis 400 mg Tetrazepam pro Tag verabreicht werden.
Hinweise an den Patienten:
Auf Alkohol muss während der Therapie mit Tetrazepam verzichtet werden, da die Wirkung von Tetrazepam in nicht voraussehbarer Weise verändert und verstärkt werden könnte. Auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch kann Tetrazepam das Reaktionsvermögen soweit verändern, das die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen unabhängig vom Grundleiden beeinträchtigt wird. Kreislauf- und Atemschwäche ( chronisch obstruktiver Ateminsuffizienz ) sowie eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist bei der Dosierung ebenfalls Vorsicht geboten.
Therapieüberwachung und Kontrollmaßnahmen:
Zu Beginn der Therapie sollte die allgemeine Reaktion des Patienten auf das Medikament kontrolliert werden, um eventuelle relative Überdosierungen möglichst schnell erkennen zu können. Dies gilt insbesondere für Kinder, ältere und geschwächte Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- und Ateminsuffizienz, eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion.
Bei Patienten, die unter Dauerbehandlung mit anderen Medikamenten stehen, z.B. zentral wirksamen Antihypertonika, Beta-Rezeptorenblockern, Antikoagulantien, sind Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht vorhersehbar. Daher sollte der behandelnde Arzt vor Beginn der Behandlung abklären, ob entsprechende Dauerbehandlungen bestehen. In solchen Fällen ist, insbesondere zu Beginn der Behandlung, besondere Vorsicht geboten.
Therapieabbruch:
Beim Auftreten paradoxer Reaktionen wie akute Erregungszustände, Angst,
Suizidalität vermehrten Muskelspasmen, Ein- und Durchschlafstörungen,
Wutanfälle sowie Halluzinationen sollte die Behandlung mit Tetrazepam
beendet werden.
Hinweis !
Alle Angaben dienen nur der Information und sollen Sie in die Lage versetzen Ihren behandelnden Arzt gezielter zu befragen und sich eingehend aufklären zu lassen. Die Informationen ersetzen in keinem Fall den ärztlichen Kontakt und stellen keine Beratung dar !!
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